Niemand darf ausgegrenzt werden! – Diskriminierung von LSBTIQ* vorbeugen und begegnen
Inhalt
Ziele
- Förderung der Entwicklung diskriminierungssensibler Haltungen und Kompetenzen der Teilnehmenden, indem Erscheinungsformen, Ursachen und Auswirkungen von Diskriminierung gegenüber LSBTIQ* im schulischen Kontext analysiert und reflektiert werden.
- Teilnehmende werden befähigt, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten für den Umgang mit Diskriminierung von LSBTIQ* im Unterricht und im Schulleben fachlich fundiert auszuwählen und anzuwenden.
- Teilnehmende stärken ihre Kompetenz, Maßnahmen einer nachhaltigen Antidiskriminierungsarbeit zu entwickeln und Vielfalt sowie Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in der Schule aktiv zu fördern.
- Teilnehmende nutzen die Ergebnisse der Fortbildung zur Weiterentwicklung, um geschlechtersensible Bildung in ihren Schulen als Querschnittsthema zu verankern.
- Teilnehmende entwickeln weitere Anknüpfungspunkte zu den Querschnittsthemen Inklusion bzw. Lerngruppenheterogenität, Sprachsensibilisierung und Digitalität.
- Für die Zielerreichung ist die Anwesenheit / Mitarbeit an dem Präsenztag erforderlich.
Inhalt
In jeder Klasse gibt es Lernende, die lesbisch, schwul, bi, trans*, inter* und/oder queer (LSBTIQ*) sind. Die Fortbildung vermittelt Ansätze, Sachkenntnisse und Good-Practice-Beispiele für die Prävention von und den Umgang mit Diskriminierung von LSBTIQ* in der Schule. Die Teilnehmenden erarbeiten und diskutieren auf der Basis unterschiedlicher Methoden und bereits bestehender Materialien Handlungsmöglichkeiten für den eigenen Unterricht, um Diskriminierung vorbeugen und angemessen begegnen zu können.
Außerdem wird erarbeitet, wie an der eigenen Schule Antidiskriminierungsarbeit implementiert werden kann und wie Schulen Projektschule im Antidiskriminierungsnetzwerk „Schule der Vielfalt“ werden können.
Bei der Fortbildung handelt es sich um Modul 2 (Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt) der Fortbildungsangebote zu geschlechtersensibler Bildung, deren rechtliche Grundlage Anlage 4 IX. Geschlechtersensible Bildung des Runderlasses zur Fort- und Weiterbildung für das Schulpersonal ist. Das Fortbildungsprogramm zu geschlechtersensibler Bildung umfasst insgesamt sechs Module, an denen einzeln und unabhängig voneinander teilgenommen werden kann:
- Modul 1: Grundlagen geschlechtersensibler Bildung
- Modul 2: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt
- Modul 3: Geschlechtersensibler Fachunterricht
- Modul 4: Geschlechtersensibles Classroom Management
- Modul 5: Geschlechtersensible Berufliche Orientierung und Lebensorientierung
- Modul 6: Geschlechtersensible Medienbildung
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität
Inhaltsbereich Lehren und Lernen: Dimension 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität2.4.1 Das Lehren und Lernen wird an Lernenden orientiert (original: schülerorientiert) und heterogenitätssensibel gestaltet.
Inhaltsbereich Schulkultur: Dimension 3.2 Kultur des Umgangs miteinander
3.2.1 Der Umgang miteinander ist von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Unterstützung geprägt.
3.2.2 In allen Bereichen wird Diversität geachtet und berücksichtigt.
Inhaltsbereich Professionalisierung: Dimension 4.2 Umgang mit beruflichen Anforderungen
4.2.1 Lehrkräfte bewältigen berufliche Anforderungen professionell.
Hinweise
Für die Teilnahme an der Fortbildung wird ein digitales Endgerät benötigt. Den Link zur Teilnahme an der digitalen Veranstaltung erhalten Sie vorab per Mail.- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Die Fortbildungsmaßnahme richtet sich an pädagogisches Personal (Lehrkräfte, Schulleitungen, Fachkräfte der Schulsozialarbeit, …) und Gremien (Steuergruppen, Fachkonferenzen, …) aller Schulformen. Zur systematischen Verankerung von Fortbildungsinhalten im Kollegium ist die Anmeldung von zwei oder mehreren Lehrkräften einer Schule möglich und begrüßenswert.
Fachberatung Fortbildung
Sachbearbeitung
Termine
Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.